Porträt

Die Carrières

Mareike Carrière wurde als eine der ersten deutschen Fernsehpolizistin bekannt und starb im März 2014 an Krebs. Auch ihr Bruder Mathieu machte als Schauspieler Karriere - und zuletzt mit dem Dschungelcamp große Schlagzeilen. Der Großvater erlebte die Psychiatrie der Nazizeit mit, der Vater lernte die alten „Anstalten von innen“ kennen, bevor er sich als Facharzt niederließ und der Psychoanalyse verschrieb. „2011er“-Blick auf eine erstaunliche Familiengeschichte. ‹ Weiterlesen ›

Im Schatten der Psychose

Tuula Rouhiainen heißt sie. Sie kommt aus Karelien in Ostfinnland, nahe der russischen Grenze wurde sie groß. Ihr spezieller Akzent macht sie unverwechselbar, wenn sie sich in großer Runde, so wie bei Kongressen wie „Die subjektive Seite der Schizophrenie“, mutig zu Wort meldet und für die Sicht der Psychiatrie-Erfahrenen eintritt. Soviel Mut bei einer Frau, die vor Angst fast zerbrochen wäre, die lang an einer schweren schizoaffektiven Psychose litt, die sie in deutsche und finnische Psychiatrien führte. Heute geht es ihr gut. Ohne Medikamente. Mit Krisen, natürlich, die sie auf ihre Art zu bewältigen gelernt hat, ohne in Psychosen abzurutschen. „Man kann zufrieden und glücklich leben“ ist ihr Credo – Hoffnung, die sie auch als Begleiterin im Peer-Projekt von „psychenet – Hamburger Netz psychische Gesundheit“ anderen Betroffenen vermittelt. Doch wie kam sie soweit? Wie hat sie das geschafft? Bericht aus einem ungewöhnlichen, steinigen Leben. ‹ Weiterlesen ›